Flughafen Miami – Einreise immer noch unbefriedigend

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Wir sind schon lange nicht mehr über Miami nach Florida eingereist. Wartezeiten bei der Ankunft von zwei und mehr Stunden waren damals an der Tagesordnung. Immer wieder wurde uns versichert, man kenne das Problem, man arbeite daran. Nach sechs Jahren entschlossen wir uns, mal wieder über Miami einzureisen.

Der Flughafen Miami ist das Gateway zwischen Nordamerika und Lateinamerika und wird von über 100 Airlines angeflogen. Der Flughafen ist ein riesiger Airline-Hub und war 2011 an der Spitze der am meisten von ausländischen Airlines angeflogene Hub. Nur in New York wurden mehr internationale Passagiere abgefertigt.  Insgesamt liegt Miami am 26. Platz des weltweiten Airport-Rankings in Sachen Passagiere, inneramerikanisch ist der Flughafen an 12. Stelle beim Passagieraufkommen. (Alle Zahlen 2011, Quelle: visitflorida.com)

Entscheidend für unsere Wahl, nach Miami zu fliegen,  war die Flugbuchung München-Paris-Miami mit der Air France. Air France bietet auf ihren und den Flügen von KLM an, die Golfbags kostenlos mitzunehmen. Der Flugpreis überzeugte ebenso wie die Flugdauer, die sich kaum von anderen Umsteigeverbindungen unterschied.

Um 18 Uhr landete unsere vollgebuchte A380 aus Paris und etwas mehr als 500 Passagiere strömten in Richtung Immigration. Wie immer wurde der Strom in der Immigration-Halle getrennt in Reisende mit Visa und neuerdings dürften Reisende mit dem ESTA-Vermerk in die Schlange der US-Amerikaner. Denn auch auf Einreisende aus den EU-Staaten warten nun die vollautomatischen Passport-Kiosks. Seit 2013 wurden an vielen Flughäfen die Automateneingerichtet, die den biometrischen Pass lesen können. Bei unserer Einreise über Chicago-O’Hare im September 2015 klappte das an den Automaten problemlos und in knapp 30 Minuten war das ganze Einreiseprocedere vorbei.

CBP Partners with Chicago Department of Aviation to Launch Self-Service Kiosks at O’Hare

Die Einführung der Self-Service Kioske am Flughafen Chicago-O’Hare. Photo by Kristoffer Grogan U.S.Customs and Border Protection. Urheberrecht bei der U.S.Regierung

Da ich im Flugzeug von den neuen Automaten im Flughafen Miami in der aktuellen US Today gelesen hatte, wollten wir gleich zielstrebig zu den Automaten. Doch vor uns bildete sich bereits eine Schlage, denn neben der Maschine aus Paris war Lufthansa aus Frankfurt und die SwissAir aus Zürich zeitgleich gelandet. Um 18.30 Uhr begann wir in der Schlange zu warten und es ging relativ zügig in den nächsten 45 Minuten zu den Einreise-Automaten, von denen bestimmt 30 oder mehr Terminals zur Verfügung standen. Das Procedere geht relativ einfach, man legt den Pass auf das Sichtfenster und beantwortet die Fragen, die am Bildschirm gestellt werden. Nach gut zehn Minuten waren wir damit fertig und auf unseren Ausdruck war ein großes X zu sehen. Dann hieß es, erneut in die Schlage, denn nur Reisende ohne X – ich nehme an, U.S.-Staatsbürger, dürfen an einem der 30 Schalter durchgehen. Die Reisenden aus drei Maschinen standen nun in einer Schlange vor insgesamt 9 Schaltern. Die übrigen 20 Schalter waren für die Reisende mit Visum, die zahlenmäßig etwas mehr als die Europäer waren. Meist kamen diese Fluggäste aus Südamerika, bei den Gepäckbändern sahen wir eine lange Aufzählung südamerikanischer Millionenstädte wie Bogotá, Medellin, Rio und viele mehr.

Um es auf den Punkt zu bringen, wir warten in der letzten aller Schlagen noch genau eine weitere Stunde. Insgesamt haben wir für die Einreise am Flughafen Miami – South Terminal über zwei Stunden gebraucht ab Ankunft in der Immigration-Halle.

Das ist genau so viel Zeitaufwand, wie ich insgesamt für drei Einreisen in diesem Jahr in Philadelphia, Chicago und Newark benötigte. Ich werde diesen Eintrag an die Verantwortlichen der Fremdenverkehrsämter Florida und Miami mit der Bitte um Stellungnahme senden. Ich halte Euch über die Ergebnisse auf dem Laufenden.

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