Hochspannung bei der Porsche European Open

Erst sah es ja gar nicht so gut aus bei der Porsche European Open vom 22.-25.09.) in Bad Griesbach. Es regnete aus Kübeln und der Platz stand unter Wasser. Die Proberunde musste ebenso wie das ProAm abgesagt werden. Keine guten Vorzeichen für das zweite Turnier der European Tour, das hochkarätig besetzt war.

Star war natürlich Martin Kaymer, der es trotz seiner Ryder Cup Teilnahme noch am Turnier teilnahm. Und dies war eine der großen Schwierigkeiten für die Organisatoren: Martin Kaymer musste rechtzeitige  abreisen, um den gemeinschaftlichen Flug des Ryder Cup Teams Europa am Montag morgen in London zu erreichen. Also die sonst übliche Verlängerung auf den Montag war technisch nicht möglich.


Am ersten Turniertag stoppte zwar der große Regen, aber zäher Nebel machte einen Start vor 11.30 Uhr unmöglich. Der Nebel morgens hielt sich auch die nächsten Tage noch und so beschloß die Turnierleitung, das Turnier auf 54 Löcher zu verkürzen. Was aber der Begeisterung der fast 12.000 Zuschauer keinen Abbruch tat. Von Anfang an führte der Franzose Alexander Levy, der sich am Schlusstag noch ein hochspannendes Extrastechen über zwei Löcher mit seinem Verfolger Ross Fisher lieferte. Zwar ging der Franzose mit vier Löchern Vorsprung in die letzte Runde, aber auf dem 18. Loch wurde es hochdramatisch. Mit einem Par gegen ein Bogey zog der Engländer Ross Fisher mit dem bis dahin Führenden Franzosen Levy gleich.

Spannende Schlussrunde bei der Porsche European Open

Auf den letzten neun Löchern entwickelte sich aus der Aufholjagd von Martin Kaymer, Florian Fritsch und Bernd Wiesberger sowie Michael Jonzon und Robert Karlsson, ein Zweikampf mit Ross Fisher (England), der zusammen mit Levy und dem Schweden Michael Jonzon im letzten Flight auf die Runde gegangen waren.

In einem über zwei Bahnen andauernden Stechen gelang dem Franzosen auf Loch 18 das entscheidende Birdie zu einem Start-Ziel-Sieg. Fisher musste sich mit dem Par begnügen. Beide hatten, bei dem aufgrund des starken Nebels auf 54 Loch verkürzten Turniers 194 Schläge (19) auf ihrer Scorekarte verzeichnet. „Das erste Turnier seit 2014, das ist Wahnsinn, und dann auch noch eines der prestigeträchtigsten Turniere auf der Tour“, strahlte der Franzose nach seinem Sieg.

PASSAU, GERMANY - SEPTEMBER 25: General view at Golf Resort Bad Griesbach on September 25, 2016 in Passau, Germany. (Photo by Lennart Preiss/Getty Images for Porsche)

Der strahlende Sieger: Alexander Levy.  (Photo by Lennart Preiss/Getty Images for Porsche)

Gemeinsame Dritte wurde die beiden Schweden Michael Jonzon und Robert Karlsson mit 197 Schlägen (-16). Bernd Wiesberger (Österreich), wurde Fünfter mit 198 Schläge (-15). Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer beendete das Turnier auf Platz 6 mit insgesamt 199 Schlägen (-14). „Es war genau die richtige Entscheidung in dieser an den Start zu gehen, ich nehme so viele positive Emotionen mit zum Ryder Cup. Ich versuche immer viel mit Kindern auf dem Platz zu sprechen, denn sie geben einem immer dieses tolle Gefühl der Anerkennung,“ sagte Kaymer.

In die Top Ten spielte sich auch Florian Fritsch, der mit einer soliden Tagesleistung von Zwei unter Par seinen starken Auftritt dank eines gelochten Par-Putts aus rund acht Metern, mit einem geteilten siebten Platz krönte (200 Schläge/-13) und ihm die Teilnahme am British Masters im Oktober sicherte. „Ich bin sehr happy das ich es geschafft habe mein Spiel heute zusammen halten zu können und jetzt darf ich in England starten, ein Traum,“ strahlte er nach seiner Runde.

Von den zehn ins Turnier gestarteten deutschen Professionals schafften sechs den Cut. Neben Martin Kaymer und Florian Fritsch, waren dies Marcel Schneider, der mit einem Tagesergebnis von 68 Schlägen mit insgesamt 204 Schlägen (-9) auf den geteilten 28sten Platz kam. Max Rottluff wurde 57. (208 Schläge/-5), Bernd Ritthammer 63. (209 Schläge/-4) und Marcel Siem beendete das Turnier auf Platz 67 (211 Schläge/-2).

 

Titelbild:

Porsche European Open

Photo by Lennart Preiss/Getty Images for Porsche

 

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