Steve and his Angels

Mein nächster Pressetrip führte mich an die Costa Brava. Nach einigem Hin und Her mit den Flügen stand es fest, dass ich für die Redaktion von GolfWomen nach Spanien fliegen würde. Internationale Pressegruppen sind immer sehr abwechslungsreich und es ist interessant, sich mit JournalistInnen aus anderen Ländern zu auszutauschen.

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Ausgeschrieben war diese Pressereise nur für Journalistinnen und begleitet wurde die Reise von einer englischen Agentur. Schnell stand unser Spitzname für die Truppe fest: Steve and his seven Angels.  Denn wir waren zwei Teilnehmerinenn aus Deutschland, zwei aus England, zwei Norwegerinnen und Sonja van de Rhoer aus den Niederlanden vertrat unsere Nachbarn.

Andere Länder, andere Sitten?

So unterschiedlich sind unsere Themen eigentlich gar nicht. Alle Berufstätigen haben zu wenig Zeit, öfters Golf zu spielen. Meist kommen wir nur auf den Pressereisen zu regelmäßigen Runden, dafür aber auch gleich jeden Tag. Also Golf satt ist dann angesagt, aber vor dem Golfvergnügen steht erst einmal Arbeit im Vordergrund. Wann wurde der Club eröffnet, wieviele Mitglieder hat der Club und wie freundlich werden Gäste empfangen lauten die Fragen. Und die Fragen sind bei allen Teilnehmerinnen, egal aus welchem Land gleich. manchmal fallen aber im Gespräch auch Unterschiede auf, die so kaum bekannt sind.

v.l.n.r.: Carly Frost (Women&Golf), Harriet Shephard (Lady Golfer) Cornelia Bruckner (GolfWomen), aus den Niederlanden Sonja van de Rhoer und die beiden Norwegerinnen Kaia Means und Ann Katrin Askim.

Wie war das? Norwegen gehört nicht zur EU?

Voller Begeisterung stürzen sich die Norwegerinnen Kaia Means und Ann Katrin Askim schon frühmorgens auf den spanischen Schinken und Käse. Vor allem der Käse hatte es ihnen angetan – und wir aus dem EU-Raum verstanden im ersten Moment die Aufregung nicht. Schon bald klärte es sich: Was bei uns sogar in jedem Diskounter üblich ist, nämlich Schinken und Wurstspezialitäten sowie Käse aus den verschiedenen Ländern des gemeinsamen Marktes zu haben, ist im Nicht-EU-Land Norwegen gar nicht so einfach. Natürlich gibt es in Spezialgeschäften diese ausländischen Spezialitäten, aber generell ist das Angebot in norwegischen Lebensmittelläden auf die Landesproduktion beschränkt. Also wenn ich das nächste Mal über den Wasserkopf in Brüssel schimpfe, denke ich vielleicht doch daran, das es auch einiges Positives gibt. Wie den ungehinderten Zugang der Lebensmittelketten zu den Verbrauchern, frische Nudeln und Mortadella aus Italien, dafür Yogurt und Milchprodukte in Italien. Ich kann mich noch gut als Kind erinnern, wie teuer Butter damals in Italien war und die 100 Gramm Riegel waren sogar extra plombiert mit einer kleinen Metalloese. 500 Gramm Butter auf einmal zu kaufen – damals undenkbar. Auch hier hat sich viel in Italien geändert und meine frischen Nudeln, die ich früher immer über den Brenner transportierte, bekomme ich heute auch in München. Und dies an jedem Tag.

Alle drei Frauengolftitel an einem Tisch

Besonders reizvoll war dieses Mal, dass die beiden anderen Frauengolftitel aus England ebenfalls mit von der Partie waren. Carly Frost kam für Women&Golf und Harriet Shephard für Lady Golfer. Am ersten Abend saßen die Vertreter aller weiblichen Golftitel am Tisch in einer Reihe. Und da es zurzeit keinen Printtitel in  den USA als Mutterland in Sachen golf zum Thema Frauen  gibt, seht ihr im Bild unten die geballte Frauenpower in Sachen Damengolf.

Steve Angels

v.l.n.r.: Carly Frost (Women&Golf) Harriet Shephard (Lady Golfer) und Cornelia Bruckner (GolfWomen).

Welche Golfplätze wir gespielt haben und wie der Platzzustand war, lest Ihr morgen. Auf diesem Blog.

 

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