Thanksgiving

Es ist draußen so richtig kalt und ungastlich geworden. Am liebsten würde ich in den nächsten Flieger nach Florida einsteigen. Wer jetzt über den großen Teich in die USA fliegt, kommt genau richtig zum Thanksgiving.

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Dieser amerikanische Feiertag geht zurück auf die Danksagung der ersten Siedler in  Plymouth Colony  1621 wurde noch mit den Indianern gemeinsam gefeiert. 1863 erklärte Abraham Lincoln Thanksgiving zum offiziellen Feiertag.

Der vierte Donnerstag im November ist das große Familienfest in den USA, wenn nicht sogar noch wichtiger als Weihnachten für die Amerikaner. Wer um diese Zeit in USA reist, muss mit einem hohen Verkehrsaufkommen auf den Straßen und an den Flughäfen rechnen. Auch viele Hotels können ausgebucht sein und auf den Golfplätze gibt es kaum noch Startzeiten. Viele Frauen “senden” ihre Männer auf den Golfplatz, damit sie in Ruhe zu Hause die Vorbereitungen und die Kocharien für das große Familienfest erledigen können.

Thanksgiving

Thanksgiving im Tiburón Golf Club, Naples Florida.

Vor einigen Jahren lernten wir auf einer Golfrunde an Thanksgiving einer dieser typischen Familienväter und Ehemänner kennen. Seine Frau hatte ihn auf die Golfrunde geschickt, damit sie zu Hause nach Herzenslust vorbereiten und kochen konnte. Und er begann Thanksgiving schon auf der Golfrunde zu feiern. Jedes Mal, wenn der Getränkewagen vorbei kam, gab es einen Drink für alle. Meist kommt der Getränkewagen zweimal pro 9 Löcher vorbei und am Ende der Golfrunde hatte ich am frühen Nachmittag vier Gin Tonics und einige Schläge mehr als sonst üblich.

Thanksgiving

Der Getränke-Cart ist auf der Runde höchst willkommmen. Dieses Mal gibt es heißen Kaffee.

Tradionell wird an Thanksgiving ein Truthahn (Roast Turkey mit Stuffing) verspeist, der meist so um die 14 bis 16 Pfund (rund 7 Kilogramm) hat. Dazu kommen noch jede Menge Beilagen wie glasierte Karotten, Rosenkohl, Kartoffel- oder Süßkartoffelpüree  und eine schwere Sauce und   wird der Truthahn auch mit einer Brot-Mischung gefüllt.  Cranberries sollten auf dem Tisch nicht fehlen, meist sind sie in einem Cranberry-Relish zum Fleisch. Davor gibt es noch eine dicke Gemüsesuppe wie Corn Chowder oder Lachs Chowder. Und alles wird mit reichlich Butter abgeschmeckt. Rund ein viertel Pfund Butter soll der Amerikaner beim Thanksgiving Dinner zu sich nehmen.  Kein Wunder, dass sich  die Schlemmerei an Thanksgiving oder wie beim deutschen Weihnachtsfest ein wenig später auf der Waage zeigt.

 

 

 

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